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Werner Schmidt - Microelectronik für das Ohr - Lutherstadt Wittenberg

Tinnitus - ein weit verbreitetes Phänomen


Der Begriff Tinnitus leitet sich aus der lateinischen Sprache vom Perfektstamm des Verbs tinnire ab. Die exakte Übersetzung bedeutet: das Geklingele, das Geläute, das Geschelle.

Die meisten Menschen kennen das: Ohrgeräusche, die nicht von außen zu uns dringen, sondern aus dem Inneren zu kommen scheinen – der Tinnitus, das Klingeln im Ohr. In den meisten Fällen verschwindet er so schnell, wie er gekommen ist. Manchmal jedoch auch nicht.
Erfahren Sie hier, was Sie gemeinsam mit Ihrem Hals-Nasen-Ohren-Arzt und Ihrem Hörakustiker tun können, um das Phänomen Tinnitus zu bewältigen.

Rauschen, Pfeifen, Zischen, Pulsieren: Tinnitus hat viele Gesicher

Allgemein versteht man im medizinischen Bereich unter dem Begriff Tinnitus Geräusche, die in einem oder beiden Ohren wahrgenommen werden. Die Geräusche können ständig oder gelegentlich wiederkehrend auftreten und werden in Art und Lautstärke sehr unterschiedlich beschrieben. 
Vergleichbar mit dem Schmerz, ist Tinnitus keine Krankheit, sondern ein Symptom. Deshalb muss vordringlich seine Ursache behandelt werden, die aber nicht immer einfach zu diagnostizieren ist. 
Neben verschiedensten medizinischen Erkrankungen wird bei über der Hälfte aller Betroffenen Lärm und Stress als Auslöser vermutet. 
Tinnitus ist ein Wahrnehmungsphänomen. Er führt nicht zu einem Hörsturz, zu einer Hörverschlechterung oder gar zur Taubheit. Das Störgeräusch im Kopf kann aber durchaus den Charakter einer Krankheit annehmen: dann, wenn es zu einer schweren Belastung im Alltag wird.

Immer ein offenes Ohr: Stress ist eine der häufigsten Tinnitus-Ursachen

Zwar können wir unsere Ohren nicht schließen wie die Augen, dennoch wird auch die akustische Wahrnehmung aktiv gesteuert. Gehör und Gehirn sind in der Lage, individuell als bedeutungslos eingestufte Signale unterbewusst „herauszufiltern“. Wir konzentrieren uns darauf, was wir wirklich hören möchten. So hören Eltern ihr Kind nachts weinen, wachen aber von klappernden Türen nicht auf.
Im Büro wird das ständige Brummen der Computer nicht mehr wahrgenommen. 
Dieser Vorgang, die Habituation, fordert unser Unterbewusstsein mit permanenter Entscheidungskapazität. Geraten wir zusätzlich unter Druck und Stress, kann es vorkommen, dass die schützende Filterwirkung unseres Unterbewusstseins gestört wird. Durch Überlastung hört man nun Töne, die normalerweise ausgefiltert werden. 
Dem Tinnitus wird ein großes Maß unserer akustischen Aufmerksamkeit zuteil, so dass er trotz seines in der Regel geringen „physikalischen“ Pegels überdeutlich erscheint. Das Limbische System, das im Gehirn für die Gefühle zuständig ist, verbindet den Tinnitus-Ton mit negativen Assoziationen und somit körperlichen Stressaktionen.
Bleibt das Ohrengeräusch über einen längeren Zeitraum, wird es von unserem Gehirn gelernt und führt zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Circulus vitiosus (Tinnitus-Teufelskreis)

Teufelskreis der Gefühle

Tinnitus ist in der Mehrheit aller Fälle kein Problem des Ohres, sondern der Wahrnehmung.

Für mehr als 25 Prozent aller Tinnitus-Patienten stellt der Stress durch die Ohrgeräusche eine ausweglose Situation dar.

Früher versuchte man das Tinnitus-Geräusch zu übertönen. Sogenannte Masker sorgten zwar dafür, dass der Tinnitus nicht mehr störte, beeinträchtigten jedoch das gesamte Hör-Erleben. Der therapeutische Nutzen blieb dabei aus: denn nur, wer das Tinnitus-Geräusch hört, kann es auch wieder verlernen.

Erholung für das Gehör und den ganzen Menschen: Tinnitus Management

Wesentliche Hilfe stellen digitale Rauschgeneratoren dar. Sie schwächen die unerwünschtenWahrnehmungen deutlich ab. Ähnlich der Akupunktur wird der störende Reiz mit einemGegenreiz beantwortet und so in seiner Wirkung gemildert. In der Medizin spricht man dabei von Desensibilisierung. 

Dabei wird das durch den Tinnitus hervorgerufene Geräusch nicht überdeckt, sondern vom Rauschen des Systems sanft umspült. Das Tinnitus-Geräusch ist also immer noch existent, verliert aber seinen alarmierenden Charakter, der den Tinnitus für viele Betroffene so quälend macht. 

Dass das Tinnitus-Geräusch weiterhin gehört wird, ist Grundlage der Therapie: Ziel ist es, den Tinnitus entspannt, stress- und angstfrei wahrzunehmen. Nämlich als ein Geräusch, das unser Gehirn mit der Zeit als immer unwichtiger einstuft und schließlich – wie alle unwichtigen Signale – gänzlich ausblendet. 

Den Tinnitus einfach vergessen
Grundlegende Forschung zum heutigen Tinnitus Management ist seit den 80er-Jahren den Professoren Hazell und Jastreboff zu verdanken. Sie erkannten, dass der chronische Tinnitus sozusagen eine fehlerhafte Programmierung in der akustischen Wahrnehmung ist. Tinnitus-Rehabilitation kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Verarbeitung wieder normalisiert und das abgespeicherte Tinnitus-Signalmuster „gelöscht“ wird. Das Gehör muss sich reprogrammieren.

Modernste digitale Tinnitus-Technologie

HANSATON WAVE 2G und SOUL sind digitale Rauschgeneratoren, die ein „gesundes“, angenehmes und unaufdringliches Rauschen an der Hörschwelle erzeugen. So wird die Wahrnehmung des Tinnitus in den Hintergrund gedrängt und man lernt mit der Zeit, ihn zu überhören. 

Bei HANSATON ist Tinnitus-Technologie in unterschiedlichen Gehäusebauformen untergebracht, die Sie nahezu unsichtbar bei Ihrer Therapie unterstützen. Vom kaum wahrnehmbaren Im-Ohr-Modell bis zu designpreisgekrönten Hinter-dem-Ohr-Modellen wählen Sie ganz nach persönlichem Geschmack.
Gemeinsam mit einem Hörakustiker suchen Sie das passende HANSATON System aus, das dann ganz individuell auf die für Sie beste Wirkung eingestellt wird.

Die optimale Regelbarkeit der HANSATON Systeme begleitet jeden Ihrer Schritte im Retraining bis zur weitgehenden Aufhebung der Tinnitus-Phänomene.

 

HANSATON SOUL steht zudem für Hörverbesserung und Tinnitus-Reduktion in einem System. Da bei einem begleitenden Hörverlust der Tinnitus meist im Bereich der Hörminderung seinen Ursprung hat, kombiniert SOUL zwei Funktionen. Durch die Verstärkung im Bereich der Hörminderung nehmen Sie die natürlichen alltäglichen Geräusche mehr und den Tinnitus weniger wahr. In ruhigen Phasen des Tages kann dann der Rauschgenerator zugeschaltet werden, der den Gewöhnungs- und Tinnitus-Kompensationsprozess fördert.

Mehr Informationen zum Thema, nützliche Links und eine Liste mit Literaturempfehlungen sind für Sie auf www.hansaton.de zusammengestellt.

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